Eritrea

Eritrea ist ein nordostafrikanischer Staat am Roten Meer, begrenzt von Äthiopien, Sudan und Dschibuti, mit der Hauptstadt Asmara. Amtssprachen sind Amhara, Arabisch und Tigrinya, wobei Englisch im Geschäftsleben genutzt wird.

Historisch aus verschiedenen Königreichen entstanden, ist Asmara ein wichtiges Zentrum. Die Landschaft ist überwiegend gebirgig (über 80%), mit dem höchsten Punkt am Berg Asimba (3248 m), ergänzt durch Wüsten und Küstenregenwälder, was zu einer reichen Biodiversität führt.

Das Klima ist extrem trocken, klassifiziert als Wüsten-, Halbwüsten- und Subäquatorialzone mit hohen Temperaturschwankungen und sehr geringem Niederschlag.

Asmara, die größte und als sicher geltende Hauptstadt Afrikas, besticht durch einzigartige italienische Architektur aus der Kolonialzeit; über 400 Gebäude, darunter das Capitol-Kino, prägen das Stadtbild und brachten ihr Beinamen wie „Neues Rom“ ein. Geographisch erstreckt sich das 117.600 km² große Land entlang der Rotmeer-Küste.

Charakteristisch ist das zentrale Hochland, das sich von Nord nach Süd erstreckt und im Osten von einer Küstenebene gefolgt wird. Im Westen gehen die Hochländer in Savannenebenen über.

Der tiefste Punkt liegt in der Afar-Mulde (Danakil-Ebene) bei 90 Metern unter dem Meeresspiegel. Wichtige Flüsse sind Gash und Tekese; vor der Küste liegt der Dahlak-Archipel.

Administrativ ist Eritrea in sechs Regionen unterteilt, wobei Maakel die Hauptstadt Asmara beherbergt. Asmara liegt auf etwa 2300 Metern Höhe im Hochland mit einem trockenen bis halbtrockenen Klima und milden Wintern. Die Stadt ist ein Zentrum für Agrarverarbeitung und Handel.

Eritrea ist seit 1993 unter demselben Präsidenten und hat nie nationale Wahlen abgehalten. Die Sprachenthematik ist komplex: Obwohl verfassungsrechtlich alle Sprachen gleichgestellt sind, ist Tigrinya de facto die Nationalsprache und wird von etwa 70% der Bevölkerung gesprochen.

Weitere Landessprachen sind Tigre, Nara, Saho und Arabisch. Die Geschichte Eritreas ist eng mit dem antiken Axum-Reich verbunden, das ein wichtiger Handelsakteur zwischen Indien und dem Römischen Reich war und möglicherweise die Heimat der Königin von Saba war.

Die älteste Hafenstadt Afrikas, Adulis, war ein Hauptstützpunkt Axums. Der Name „Asmara“ leitet sich von der Vereinigung von vier Clans ab („Arbat Asmara“), während „Eritrea“ vom griechischen Namen des Roten Meeres stammt. Einer der ältesten Hominidenschädel der Welt wurde in der Afar-Region entdeckt.

Ethnisch dominieren die Biher-Tigrinya (57%), die hauptsächlich christlich sind, gefolgt von den Tigre (28%), die Islam und Christentum teilen. Religiös stellen orthodoxe Christen mit 51% die Mehrheit, gefolgt von sunnitischen Muslimen (42%).

Die eritreische Küche spiegelt lokale Einflüsse wider; Hauptgerichte sind würzige Eintöpfe wie Cebhi, oft serviert mit Sauerteigfladen. Die Kaffeezeremonie ist ein zentraler kultureller Bestandteil.

Eritrea besitzt erhebliche, aber noch unerschlossene Mineralienvorkommen (Gold, Zink, Kupfer, Öl etc.). Die Landwirtschaft ist mit fast 80% Beschäftigungsquote zentral für die Bevölkerung, trägt aber nur 12% zum BIP bei.

Der Mineralabbau ist wirtschaftlich bedeutend; 2015 machten Mineraleinzelexporte über 95% der Gesamtexporte aus, insbesondere durch die Bisha-Mine. Das BIP betrug 2017 6,1 Milliarden US-Dollar. Die Fischerei bietet Expansionsmöglichkeiten an der langen Küste.

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